Stiftung für ambulante Psychiatrie und Psychotherapie
im Kindes- und Jugendalter

5. Aachener Symposion

5. Aachener Symposion

Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
im Kindes- und Jugendalters

„Jugend und Familie in Zeiten des Umbruchs”


Schirmherr
Rudolf Henke, MdB
Präsident der Ärztekammer Nordrhein

Aachen, 10./11. Juni 2016



Einladung

Der Vorstand und das Kuratorium der „Stiftung für ambulante Psychiatrie und Psychotherapie im Kindes und Jugendalter“ laden Sie herzlich zur Teilnahme am 5. Aachener Symposion für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters ein. Thema sind: „Jugend und Familie in Zeiten des Umbruchs“. Am Vormittag des Symposions werden die Lebensbedingungen und Entwicklungschancen von Kindern und Jugendlichen in unserer heutigen Gesellschaft dargestellt und der Einfluss elterlicher Krisen auf deren seelische, psychosomatische und psychosoziale Gesundheit. Das Spannungsfeld von Kinder- und Elternrechten wird aus juristischer Sicht beleuchtet und samt der aktuellen grundgesetzlichen Fragen zur Diskussion gestellt.

Der Nachmittag des Symposions und die Podiumsdiskussion am Vorabend sind den Problemen in der Versorgung unbegleiteter, minderjähriger Migranten gewidmet. Diese Aufgabe besteht in besonderer Weise in der StädteRegion Aachen und der


Euregio Rhein-Maas, dem Länderdreieck von Belgien, Niederlanden und Deutschland, dem Herzen Europas.

Frau Prof. Dr. Beate Herpertz-Dahlmann und Herrn Dr. Dipl.-Psych. Michael Simons von der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes und Jugendalters der Uniklinik RWTH Aachen danken wir sehr herzlich für die erneute ideelle, fachliche und faktische kollegiale Unterstützung, ohne die das Symposion kaum zustande gekommen wäre!

Wir freuen uns, Sie alle hier zu begrüßen!

Christian K. D. Moik
Vorsitzender
der Stiftung-KJPP
Ehrenvorsitzender
des BKJPP


Grußwort

Unsere Gesellschaft ist in einem tiefgreifenden Wandel begriffen. Seit Jahrzehnten bereits befinden wir uns in einem Prozess der Auflösung traditioneller sozialer, weltanschaulicher und religiöser Bindungen. Eine umfassende Individualisierung der Lebensverhältnisse und ein Wertewandel haben die westlichen Gesellschaften ergriffen, eine komplexe Situation, die begleitet wird von äußerst dynamischen ökonomischen Umgestaltungen vor dem Hintergrund der Globalisierung.

Dieser allumfassende Wandel hat den Stellenwert der Familie im Lebensentwurf vieler Menschen völlig verändert. Die Heirats- und Geburtenziffern sind rückläufig, die Instabilität von Ehen hat zugenommen. Längst ist die Ehe nicht mehr durchgängig eine Voraussetzung für eine Elternschaft, eine Elternschaft auch nicht mehr unbedingt der Anlass zum Eingehen einer Ehe. Die traditionellen Geschlechterrollen verlieren immer mehr an Geltung, traditionelle Vorstellungen zu Ehe und Familie werden von immer weniger Menschen geteilt. Ein Soziologe brachte dies auf die griffige Formel, dass die Zeit, in der der eine die Brötchen verdiente und die andere sie schmierte, endgültig vorbei ist. Hinzu kommt, dass sich der Begriff der Familie selbst gewandelt hat, denn neben der traditionellen Kernfamilie gibt es heute viele weitere Konstellationen, in denen Alleinerziehende, sogenannte Patchwork-Familien und gleichgeschlechtliche Paare mit Kindern zusammenleben. Schon im Jahr 2005 hat das Statistische Bundesamt auf diesen Wandel reagiert und seinen Familienbegriff den veränderten Verhältnissen angepasst.


Als Familien gelten nun verschiedene Formen von Eltern-Kind-Gemeinschaften. Wie wirken sich die vielfältigen Veränderungen des familiären Zusammenlebens, die uns als neue gesellschaftliche Realität entgegentreten, auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen aus? Welche Folgen hat der Wandlungsprozess für Entwicklungsbedingungen, das Wohlbefinden und den Bildungserfolg? Welche Tendenzen in der Familienentwicklung wirken sich störend oder fördernd aus? – Diesen und anderen wichtigen Fragestellungen widmet sich das 5. Aachener Symposium für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter.

Ich bin den Initiatoren und Veranstaltern sehr dankbar, dass Sie dieses wichtige gesellschaftliche Thema aufgreifen und damit ein aktuelles Thema behandeln, das für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft Weichen stellen kann. Ich wünsche allen, die sich am Diskurs im Rahmen dieses Kongresses beteiligen, einen fruchtbaren Austausch und einen Erkenntnisgewinn, der dazu beiträgt, im beruflichen Alltag den vom Veränderungsprozess betroffenen Familien wirksam zu helfen.

Marcel Philipp
Oberbürgermeister


Freitag, 10. Juni 2016 – 18.00 bis 19.30 Uhr

Podiumsdiskussion
Unbegleitete minderjährige Migranten
Fakten – Analysen – Konsequenzen
Ort: Suermondt-Ludwig-Museum, Wilhelmstr. 18, 52070 Aachen

Referierende, Moderierende:


Die Teilnahme an der Podiumsdiskussion ist kostenlos, eine Anmeldung jedoch erforderlich!

Samstag, 11. Juni 2016 – 9.00 bis 15.15 Uhr

Symposion
Jugend und Familie in Zeiten des Umbruchs
Ort: Universitätsklinikum Aachen, Pauwelsstr. 30, 52074 Aachen

Programm:

09.00 – 09.20 Uhr Begrüßung
Rudolf Henke, MdB, Präsident der Ärztekammer Nordrhein

Tagungsvorsitz:
PD Dr. med. Timo Vloet

09.20 – 10.20 Uhr
Das psychisch kranke Kind
Gesellschaftlicher Wandel und Kindeswohl
Prof. em, Dr. med. Andreas Warnke, Würzburg

10.30 – 11.15 Uhr
Elternkrisen – Kinderkrisen
Ehescheidung der Eltern und ihre Folgen für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder
Dr. med. Renate Sannwald, Berlin

11.20 – 12.10 Uhr
Das Spannungsfeld von Kinder- und Elternrechten am Beispiel von Unterbringung und Umgangsrecht
Prof. Dr. Ludwig Salgo, Frankfurt/Main

12.15 – 13.15 Uhr - Pause

Tagungsvorsitz
Christian K. D. Moik

13.15 – 13.45 Uhr
Grenzen überwinden – Kinder schützen – Familien verbinden
Die Arbeit des Internationalen Sozialdienstes
Melanie Kößler, Juristin, Berlin

13.50 – 14.20 Uhr
Traumaversorgung in Notsituationen? - Diagnostik und Therapie
PD Dr. med. Paul Plener, Mannheim

14.25 – 14.55 Uhr
Die Behandlung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge in der Aachener Flüchtlingsambulanz
Dr. phil. Dipl.-Psych. Michael Simons, Aachen

15.00 Uhr - Abschlussdiskussion

Referierende, Moderierende:

Anmeldung zum 5. Aachener Symposion

⇒ Download Anmeldung als PDF-Dokument

Organisationshinweise

Tagungsorte:

Podiumsdiskussion am 10.06.2016
Suermondt-Ludwig-Museum, Wilhelmstr. 18, 52070 Aachen
⇒ Zur Karte

Symposion am 11.06.2016
Uniklinikum RWTH Aachen, Hörsaal 6, Pauwelsstr. 30, 52062 Aachen
⇒ Zur Karte
⇒ Uniklinik Lageplan (PDF)


Information und Anmeldung:

www.stiftung-kjpp.de
E-Mail: info@stiftung-kjpp.de
Fax: 0241-47031317

Stiftung – KJPP
Lütticher Str. 512 a, D-52074 Aachen

Anmeldung schriftlich per E-Mail, Fax oder Brief bis zum 25.05.2016 erbeten!

Anfragen können erst nach dem 26.4.2016 beantwortet werden.

Der Teilnahmebeitrag für das Symposion am 11.06.2016 beträgt bei Anmeldung und Bezahlung bis zum 25.05.2016: 30,00 Euro.
Darin enthalten ist ein Imbiss in der Mittagspause.
Für Studierende ist die Teilnahme kostenlos. Eine rechtzeitige Anmeldung ist jedoch erforderlich!

Bei späterer Anmeldung und Tageskarten: 40,00 € - ohne Imbiss!

Die Teilnahme an der Podiumsdiskussion am 10.06.2016 ist kostenlos.
Es wird jedoch dringend um eine Anmeldung gebeten!

Tagungskonto: Stiftung-KJPP
Stichwort: Symposion 2016
Dt. Apotheker- und Ärztebank
IBAN: DE11 3006 0601 0004 7907 90
BIC: DAAEDEDDXXX

Die Zertifizierung ist bei der Ärztekammer Nordrhein beantragt.

Verantwortlich i.S.d.P.: Christian K. D. Moik

⇒ Zurück zur Startseite